“Alles könnte auch anders sein, aber ich kann das nicht ändern.” - Niklas LuhmannPosts RSS Comments RSS

Archive for August, 2008

Dünn, dünner, H&M - Magermodels an der Wand

Als ich gestern am U-Bahnhof Oranienburger Tor stand und die Plakatwände betrachtete viel mir ein ganz besonders schönes Beispiel verdrehter Modesprache auf - das neue H&M Plakat. In braun & bordeaux präsentierte eine junge Dame einen H&M-Mantel für 59,90. Wenn das kein Magermodel ist!

Magermodel im H&M-Mantel

Was für ein Klappergestell.

Mir ist, als habe es schon mal eine Diskussion über XXS-Magermodels gegeben, hat man davon bei H&M nichts mitbekommen? Der abgemagerte Hungerhaken hatte für meinen Geschmack so gar nichts attraktives mehr an sich und wirkte nur noch bemitleidenswert. Dabei hätte ich noch einen Müsliriegel in der Tasche gehabt, um die größte Not zu lindern.

H&M - Magermodels

Nicht das ich gegen schlanke Models wäre, es ist auch großartig, dass Keira Knightley mit ihrem Körper glücklich zu sein schient. Hier geht man meiner Meinung nach aber zu weit. Androgyn ist was anderes und diese Magermodels sind irgendwie nicht sexy.

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Peking 2008 - vorbei?

Na was für ein Glück. Doch was ist geblieben? Monster, Medaillen, und keine Menschenrechte.

Die Wirtschaft geht mit prall gefüllten Brieftaschen nach Hause, China bleibt mit einem Schrank voller Goldmedaillien zu Hause und zwischen 1.5 Millionen und 6037 Chinesen haben ihr zu Hause verloren.

Monster

Des Weiteren bleiben zwei Testosteron geschwängerte Superathleten:

Micheal Phelps

Michael Phelps nach seinem zweiten Gold mit der Staffel

Usain Bolt

Usain Bolt domminiert das 100 Meter Finale

und sonst?

Medaillen

Ein Medaillenspiegel, wie er im Großen und Ganzen zu erwarten war, Doping, vor Doping vor Doping…

Finaler Medaillienspiegel Peking 2008

Deutschland steht mit weniger Gesamtmedaillen aufgrund der größeren Anzahl von Goldmedaillen einen Platz besser da, als nach Athen.
Die Presse, die ja so für den Kampf gegen Doping ist, beschwert sich über das schlechte Abschneiden der Deutschen in der Leitchtathletik und im Schwimmen. Den beiden Disziplinen, die ja bekanntlich über den Verdacht des Dopings erhaben sind.

Ein Zyniker mag jetzt einwerfen, dass schlechte Platzierungen kein Beweis für sauberen Sport sei. Jan Ullrich könnte vielleicht ein Beispiel sein, das sie hier anführen würden.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Menschrechte

Hoffnung hatten auch viele Menschen. Hoffnung, dass die Menschenrechte eine Chance bekämen, Hoffnung, auf ein kleines bißchen Demokratie, doch diese Hoffnung war schon gestorben, bevor Olympia begonnen hatte.

Einige Zustände haben sich sogar verschlimmert. Es hat ganze 14 Tage gedauert, bis Jacques Rogge endlich sein unvermögen und seine Hilflosigkeit gegenüber den chinesischen Polizeistaat zum Ausdruck brachte. Nicht das daran nach dem Debakel um den Kampf gegen die chinesische Pressezensur noch jemand gezweifelt hätte. Aber Einsicht ist ja vielleicht der erste Schritt zur Besserung.

In London wird man sich sicherlich viel stärker für die Menschenrechte einsetzen!

Und Tibet? Tibet ist egal, niemand kräht mehr nach Tibet.

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Für Hugh - Sónia Araújo

Sónia Araújo, portugiesisches Model

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Auf der Tenne mit der SPD

Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln. Es wundert einen ja nicht, dass das neuste Specktakel a lá SPD wieder mal zu einem Kabinettstückchen heiterer Schadenfreude gedeiht. Man ist es inzwischen nicht mehr anders gewohnt. Bemerkenswert ist es höchstens, das die SPD es schafft, sich immer neue Geckenstücke einfallen zu lassen.

Unterm Strich zeigt sich vor allem eines, der Gockel ´tschuldigung der Kurt Beck hat wirklich gar nichts in der Hand, schon gar nicht die Zügel der Partei. Da macht jeder, was er will.

Zaungast und Sturrkopf

Wolfgang Clement ist hierfür ein wunderbares Beispiel, Täter und Opfer in Personalunion. Zunächst schießt er gegen die Parteilinie. Das geht nicht, ist nicht korrekt und schadet der Partei. Dann wird er, nachdem der Fall ja irgendwie schon bei den Akten zu verschimmelte drohte und man meinte, die Partei habe eine große Chance sich wieder mal lächerlich zu machen vertan, aus der Partei geworfen.
Das hat nichtmals Oskar Lafontaine geschafft.

Hier kommt dann Kurt Beck ins Spiel und zwar, indem er nicht ins Spiel kommt. Ein verdienter Kopf wird aus der SPD geschmissen und was sagt der Parteihahn Kurt Beck dazu? Nischte!

Aussitzen, hat der Dicke immer gesagt

Aussitzen ist eine große Kunst und niemand hat diese besser verstanden als Helmut Kohl. Doch man muss auch wissen wo der Unterschied zwischen Aussitzen und sich auf der Nase rumtanzen liegt. Der Dicke aus Oggersheim wusste das! Der kleine Erdgaskönig aus Hannover auch. Der Kurti aus der Pfalz muss das noch lernen, obwohl es dafür vielleicht zu spät ist, die Hühner lauern schon
Wenn es nicht so tragisch wäre, müsste man darüber lachen, aber bei der SPD scheint kein Land in Sicht zu sein.
Nachdem die Genossen zunächst schwiegen, dann plötzlich immer lauter nach einer Rückname des Rausschmiss gerufen haben, dreht Wolfgang Clement allen eine lange Nase und sagt ätsch man, bätsch man, ohne mich. Ich beweg mich nicht.

Rücktritt vom Rauswurf?

Morgen geht es bestimmt weiter, vielleicht fordert jemand dann den Rücktritt vom Rücktritt vom Rauswurf oder so.
Wenn der Laden eh schon so ein Hühnerhaufen ist, dann soll doch Andrea Nahles endlich neue Vorsitzende werden - ist mir doch egal! Booooohck bohck-bohck, boooohck bohck-bohck.

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