Während der erste Artikel allgmein bekannte Twitterregeln enthielt - also kein mystisches Twitter-Kung-Fu - nahm er im zweiten Artikel 27$ Social-Media-Ratgeber und die sogenannte Social-Media-Experten auf den Arm. Das Ergebnis?
Chris´Blog verzeichnete ungefähr 6.500 Views für den ersten und 5.200 Views für den zweiten Artikel.
Am Tag der Veröffentlichung des “Social-Media-Experten”-Artikel erreichte er ein Allzeithoch seiner Blogstatistik.
Was lernen wir daraus? Nicht wirklich viel, außer, dass man mit “Get-Follower-Ratgeber”-Tweets viel Traffic auf seinen Blog lenken kann. Aber auch das überrascht wenig, denn die Tweets a la “more Followers for Free” kreuzen immer noch zahlreich jede Wall.
Die Frage nach Qualität statt Quantität wird Twitter so lange beschäftigen, bis ein Rankingtool einen Algorythmus gefunden hat, der mehr misst als die Anzahl der Follower.
Ich habe Anfang Juli selber ein Tool benutzt - weniger mit Absicht, eigentlich suchte ich nach einem Tool zu Followerveraltung (man sollte eben lesen, wo man sich einloggt) - am Ende hatte ich innerhalb von zwei Stunden meine Followerzahl von 867 auf 1367 gesteigert.
Nicht das ich mit darüber grämte, aber dann hab ich doch mein Passwort geändert, sonst säß ich jetzt wahrscheinlich auf 2000 neuen SPAM-Accounts.
Nicht nur Vodafone, die SPD oder auch die Die Grünen müssen gerade lernen, dass Social Media nicht einfach nur eine weitere Plakatwand ist. Eigentlich ist sie das zwar, man sollte die Fläche nur nicht einfach mit platten Plakaten verkleben.
Social Media ist aber auch ein Kanal, auf dem sich schlechte Nachrichten unheimlich schnell verbreiten. Dies musste die amerikansiche Fluggesellschafte United Airlines gerade erfahren.
Letztes Jahr hatte die Fluggesellschaft United Airlines nämlich Dave Carroll und seine Band transportiert. Blöd nur, dass dabei seine Gitarre kaput ging. Man solte meinen, dass dies keine große Sache sei, doch dann hätte ich natürlich diesen Post nicht geschrieben. Natürlich stellte sich die blöde Fluggesellschaft an - wie man es aus schlechten Newsstorries kennt - und sie verweigerte Dave Carroll den Schadensersatz.
Wie es sich für eine gute Social Media-Story gehört, lies Dave Carrell das natürlich nicht einfach auf sich sitzen und hat ein kleines Lied komponiert. In “United Breaks Guitars” singt er genüsslich über den guten Service bei United Airlines.
Das Video “United Breaks Guitars” hat innerhalb von 10 Tagen knapp 3.000.000 Views bei Youtube erziehlt und laut SEOptimse soll die Aktie seitdem sogar knapp 180.000.000$ eingebüst haben. Ob der Börseneinbruch wirklich auf das Youtube-Video von Dave Carroll zurückzuführen ist, oder ab United Airlines vielleicht nur hart von der Kriese getroffen wurde, sei einmal dahingestellt. Gut für das Image war “United Breaks Guitars” aber nicht.
Nachdem Dave Carroll auch noch ankündigte, zwei weitere Songs hinterher zu schieben, sah sich das Unternehmen wohl zur Einsicht gezwungen, denn nun ist man bereit, für den Schaden aufzukommen.
Ganz schön viel Wind, für eine 3.500$ teure Gitarre und um 1.200$ Reperaturkosten und viel PR für Dave Carroll und “United Breaks Guitars” .