Oh mein Gott, Armstrong war gedopt!?! #update

Oprah Winfrey hat es wieder geschafft. Das was niemand für möglich hielt, hat die Mutter der amerikanischen Nation aus ihrem neuen Schützling herausgekitzelt: Lance Armstrong war bei allen sieben Toursiegen gedopt!

Dies ist, mit Verlaub aber keine Nachricht. Das wussten alle schon vorher. Das Lance Armstrong es gestehen würde, war das Minimum, dass er zur glaubhaften medialen Selbstreinigung leisten musste. Leider ist er aber immer noch im klassischen Krisenraster: niemals mehr zugeben, als zu beweisen ist.

So banal wie die heutige Spiegel Überschrift, so banal ist der Erkenntnisgewinnung des ersten Teils des Medienspektakels, mit dem die Mutter der amerikasnsichen Nation Oprah Winfrey es versucht, ihren maroden TV-Sender zu kurieren. sie hat dem Doping-Betrüger ie erste Tür geöffnet, damit er in drei Jahren wieder als beliebter Fernsehgast und Sportexperte Kasse machen kann.

Das wäre nicht schlimm, wenn er wirklich reinen Tisch machen würde und die Details des Doping-Systems-Armstrong auf den Tisch legen würde. Alle wichtigen Fragen, die zu stellen sind, sind hier in der New York Times aufgeführt. Man darf gespannt sein, ob Oprah Winfrey sie im zweiten Teil des interviews gestellt hat.

Wenn nicht, war alles nur eine schön inzenierter PR-Gag, der Geld in die Kassen von Oprah Winfrey und Lance Armstorng gespühlt hat. Bleibt der Radsport eine Medikamentenmüllhalde?

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Nachtrag zum 2. Interview

Im zweiten Teil des Interviews hat Lance Armstrong also angemerkt, das er „diese Todesstrafe“ nicht verdient habe.

Hier zeigt sich sehr schön wieder die Kontigenz in der möglichen Wahrnehmung eines Sachverhalts. Jemand, der in diesem System Radsport groß geworden ist, muss es unverständlich erscheinen, dass das, was er es gemacht hat, da es ja alle gemacht haben, trotzdem unrecht sein kann. Das jemand, der – wie alles was er für seinen Sport getan hat – auch das Doping perfektioniert hat, dies nicht als unrecht erscheint, ist nicht verwunderlich.

Nichts desto trotz bleibt es Unrecht und Betrug.

Nichts desto trotz hat Lance Armstrong, so lange er dieses Doping System im Radsport schützt, keine 2. Chance verdient.

 

One Comment
  1. weshalb sollte armstrong reue zeigen?um uns zu beruhigen,die wir nur noch das aussergewöhnliche wollen und schätzen können?wer in dieser hinsicht sein eigenes bewusstsein „dopt“,der hat kein recht, moralisch warnen zu dürfen.

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