oder: das Risiko der Transparenz
In der Krisenkommunikation ist ein wichtiges Prinzip die Transparenz. Social Media-Räume setzen auf Transparenz. Auch Robert Basic hat den Verkauf seines Blogs transparent gemacht.
Ein Experiment das zum Scheitern verdammt ist?
Wenn man sich den Artikel “Web-Promis: Keiner will das Basic-Blog” anschaut muss man davon ausgehen. Niemand scheint interessiert zu sein, keiner will zuschlagen und das sagen nicht nur “Intim-Feinde” wie Sascha Lobo, sondern auch Unternehmer der Branche. Wer will nach so einem “Verriss” noch zuschlagen (außer Holtzbrinck)?
Die Kritik reicht von der persönlichen Note
“Ich kann keine zehn Zeilen lesen, ohne Zitterkrämpfe zu bekommen,” Sascha Lobo, Blogger und Autor
bis zu fachlichen Aspekten
“Ein basicthinking.de ohne Robert ist kein Basic Thinking mehr” Ibrahim Evsan, Gründer von Sevenload
“Die Verlinkungen (Grund für die gute Platzierung in den Blog-Charts) werden natürlich abnehmen, wenn jemand anderes das Blog mit (vermutlich) einem anderen Themenschwerpunkt weiterführt” Thomas Pyczak, Geschäftsführer und Chefredakteur Chip
Diese Aussagen sind zum einen nicht von der Hand zu weisen und stehen zum anderen jetzt öffentlich im Raum. Der Blog ist “auf dem Papier” jetzt schon tot und mit Toten läßt sich nur wenig Geld machen.
Ein jetztiger Käufer, selbst wenn er ein Geschäftsmodel sehen würde, muss nicht nur die Person Robert Basic glaubwürdig ersetzen, er muss auch gegen die Vielzahl von Resantiments ankämpfen, die dem Ruf des Blogs schaden. Im Prinzip ist er jetzt schon seine 1.300 Links nicht mehr wert und den Namen auch nicht.
Jetzt hilft nur noch eins, ein Anruf bei Holtzbrinck, die würden das ding auch für 200.000 kaufen, bestimmt :-)
Für die deutsche Bloggerwelt ist es ein Lehrstück, man kan verfolgen, was geht und was nicht geht. Einen persönlichen Blog zu verkaufen, scheint aktuell nicht zu gehen.
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