“Alles könnte auch anders sein, aber ich kann das nicht ändern.” - Niklas LuhmannPosts RSS Comments RSS

Archive for the Tag 'die grünen'

Landtagswahlen - ein Land voller Gewinner

CDU bricht im Saarland dramatisch ein, Rot-Rot-Grün schafft Mehrheit in Thüringen und Schwarz-Gelb gewinnt in Sachsen. Ab sieben Uhr saßen sie wieder im Fernsehen und jeder redet sein Ergebnis schön. Die Linken haben gewonnen, die Grünen haben gewonnen, die CDU hat gewonnen, die Nazis haben gewonnen und sogar die SPD hat gewonnen. Die Welt könnte so schön sein, durch die Brille der Parteisoldaten…

Schwarz-Gelb gewinnt in Sachsen

Sachsen scheint so langsam wieder auf dem Weg in die Vernunft und die Nazis haben ungefähr 4,5% weniger Stimmen bekommen. Die Nazis sagen aber, das sie wieder gewählt wurden, was sie als Erfolg ansehen. Die Linke hat 4% verloren ist aber zweitstärkste Partei. Die CDU das schlechteste Ergebnis seit 1990, kann aber zusammen mit der FDP regieren. Die SPD ist nicht der Rede wert. Die Grünen sind wieder im Landtag.
Gewinner ist auch die FDP, denn sie wird mitregieren. Continue Reading »

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Wahlprogramme als Tagcloud

Warum nicht? Web 2.0 macht es möglich.

Nicht das ich es nachgeprüft hätte, aber auf Wissen belastet scheint sich jemand die Arbeit gemacht zu haben, die Wahlprogramme der deutschen Parteien als Tagcloud darzustellen - Woordle machts möglich.
Wenn man die häufigsten Begriffe in einem Satz zusammenfasst kann man sogar die Aussage von knapp 100 Seiten Wahlprogramm auf einem Satz reduzieren - macht wahrscheinlich genausoviel Sinn, wie das Programm zu lesen…

Und so sieht´s dann aus.

Wahlprogamm der CDU

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United Airlines vs. Dave Carroll

Nicht nur Vodafone, die SPD oder auch die Die Grünen müssen gerade lernen, dass Social Media nicht einfach nur eine weitere Plakatwand ist. Eigentlich ist sie das zwar, man sollte die Fläche nur nicht einfach mit platten Plakaten verkleben.

Social Media ist aber auch ein Kanal, auf dem sich schlechte Nachrichten unheimlich schnell verbreiten. Dies musste die amerikansiche Fluggesellschafte United Airlines gerade erfahren.

Letztes Jahr hatte die Fluggesellschaft United Airlines nämlich Dave Carroll und seine Band transportiert. Blöd nur, dass dabei seine Gitarre kaput ging. Man solte meinen, dass dies keine große Sache sei, doch dann hätte ich natürlich diesen Post nicht geschrieben. Natürlich stellte sich die blöde Fluggesellschaft an - wie man es aus schlechten Newsstorries kennt - und sie verweigerte Dave Carroll den Schadensersatz.

Wie es sich für eine gute Social Media-Story gehört, lies Dave Carrell das natürlich nicht einfach auf sich sitzen und hat ein kleines Lied komponiert. In “United Breaks Guitars” singt er genüsslich über den guten Service bei United Airlines.

Das Video “United Breaks Guitars” hat innerhalb von 10 Tagen knapp 3.000.000 Views bei Youtube erziehlt und laut SEOptimse soll die Aktie seitdem sogar knapp 180.000.000$ eingebüst haben. Ob der Börseneinbruch wirklich auf das Youtube-Video von Dave Carroll zurückzuführen ist, oder ab United Airlines vielleicht nur hart von der Kriese getroffen wurde, sei einmal dahingestellt. Gut für das Image war  “United Breaks Guitars” aber nicht.

Nachdem Dave Carroll auch noch ankündigte, zwei weitere Songs hinterher zu schieben, sah sich das Unternehmen wohl zur Einsicht gezwungen, denn nun ist man bereit, für den Schaden aufzukommen.

Ganz schön viel Wind, für eine 3.500$ teure Gitarre und um 1.200$ Reperaturkosten und viel PR für Dave Carroll und “United Breaks Guitars” .

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Es sind Wahlen und keiner geht hin

Jochen Schimmang hat heute morgen im politischen Feuilleton im Deutschlandradio Kultur einen schönen polemischen Rundumschlag in Richtung deutscher “Parteienlandschaft” geliefert.

Schimmang lässt seine eigenen Wahlvergangenheit Revüpassieren und stellt nach Willy Brandt fest.

Von nun an orientierte sich die Wahl am sogenannten kleineren Übel: Wir hatten ja immer noch Lagerwahlkampf. (Jochen Schimmang)

Auch bezogen auf die heutige Lage hat er wenig Hoffnung. Da ist die CDU mit Angela Merkel,

… die auf jeden Fall und immer die Mitte repräsentiert… (Jochen Schimmang)

und ihr Hofstaat

… mit dem gemäßigt marktliberalen Wirtschaftsminister, sodann Horst Seehofer, der eher das volkstümliche Charakterfach übernommen hat … (Jochen Schimmang)

wie die SPD, bei der er alle Hoffnung ausgegeben hat.

Um die SPD müsste ich mir natürlich Sorgen machen, würde mich noch irgendetwas mit der Partei verbinden. (Jochen Schimmang)

Sie erinnert ihn eher an einen alten Fussballverein aus Herne oder Kassel, denn auch sie

werden es nie mehr ganz nach oben schaffen. (Jochen Schimmang)

Die FDP zeichnet sich durch ihr schlichtes Parteiprogramm aus: “Steuern runter”. Sie ist den Grünen - die

… zeitgemäßere, weil anspruchsvollere Ausgabe der FDP … (Jochen Schimmang)

aber doch nahe.

Sie ergänzen den einfachen Gedanken der Bereicherung und des guten Lebens noch um das ökologische gute Gewissen. (Jochen Schimmang)

Polemisch - ja, witzuig - geschmackssache, aber auf jedenfall mit einem fünkchen Wahrheit…

Zum Nachhören

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Wählen gehen, denn …

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Es muss nicht die SPD sein, doch demokratisch sollte sie sein. Geht am 7. Juni zur Wahl und nimmt den Luxus war, das Recht zu haben, wählen zu gehen.

Es mag sich vielleicht selbstverständlich anhören, ist es aber nicht.

Die Bertelsmann Stiftung untersuchte 125 Länder (Nicht dabei Westeuropa, Nordamerika, Japan, Australien und Neuseeland)  für ihren sogenannten Bertelsmann Transformation Index 2008. 50 Staaten weltweit erfüllen nicht einmal demokratische Minimalkriterien. Hinzu kommen 31 Staaten mit stark eingeschränkter Demokratie sowie 25 Staaten mit gravierenden Defiziten. Alles in allem 106 Staaten mit demokratischen Problemen.

Nicht jeder kann sich den Luxus erlauben, frei wählen zu gehen!

“Deutschland ist keine (wirkliche) Demokratie”

Zu dieser Aussage lies sich nicht nur der Bundespräsidenten-Kandidat der Linkspartei, Peter Sodann, sondern auch ernst zu nehmende Personen wie der Staatsrechtsprofessor Hans Herbert von Arnim hinreißen:

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Auch Europa-Parlamentarier nehmen gerne mal einen Euro mit

RTL hat einigen Europa-Parlamentarier auf die Finger geschaut. Pro Anwesenheitstag gibt es ein Salär von 284 Euro. Freitags reicht es da manchmal schon eine Unterschrift, morgen um 7:00 Uhr und zack die Bohne geht es ab in die Heimat. Da ist der Flug gleich wieder drin.

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Die Top 10 Wahlbezirke der Bundestagswahl 2005

Top 10 - Wahlbezirke Bundestagswahl 2005

Top 10 - Wahlbezirke Bundestagswahl 2005

Nicht überall in Deutschland scheint mangelnde Wahlbegeisterung ein Problem zu sein. Es gibt bzw. es gab Wahlbezirke, die sich durch eine erfreulich hohe Wahlbeteiligung auszeichnen. Die Top 10 sind sind hier einmal aufgeführt.

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Was vom Tage übrig blieb - Sonntag, 25. Mai 2008

Tja, da war am Sonntag wieder richtig was los. Kimi Räikkönen lanziert zum nationalen Buhmann, die großen Parteien erleben in Schleswig-Holstein ein “Wahldebakel” und das Hausmütterchen Christa Müller wird von den linken Protestlern ausgebuht - da kann man doch nicht meckern.

Formel 1

“Dieser Idiot” rutschte es RTL- F1-Experte Christian Danner heraus, als Kimi Räikkönen “auf einer Bodenwelle die Bremsen blockierten und er für kurze Zeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor”. Die Konsequenz von diesem “Unvermögen” - so Nicki Lauda - war, dass der junge deutsche Formel 1 Pilot Adrian Sutil nach bravoröser Leistung auf Platz vier - vor Kimi Räikkönen - liegend neun Runden vor Schluss vom Finnen gerammt wurde und das Rennen aufgeben musste - während Kimi Raikönnen am Ende auf Platz neun landete.

“Das sind Dinge, die verstehe ich nicht mehr. Das sind hochbezahlte Formel-1-Piloten, die so einen Käse zusammenfahren, dass es eigentlich eine Frechheit ist.” Nikki Lauda (sport.de)

Leid tut es dem hochbezahlten Formel 1 - Millionäre, das er damit den kleinen Force India Team den vierten realistischer wohl fünften Platz versaut hat. Leid tut es mir auch, das er weiter fahren konnte und Adrian Sutil das Rennen aufgeben musste.

Kommunalwahlen Schleswig-Holstein

Das haben sich die CDU und SPD wohl auch anders vorgestellt, 38,6 Prozent für die Schwarzen und 26,6 Prozent für die Roten. Als Gewinner dürfen sich wohl vor allem die Grünen sehen, die mit 10,3 Prozent zur drittstärksten Partei gewählt wurden, doch auch die Liberalen erreichten mit 9,0 Prozent ein gutes Ergebnis. Wenig überraschend sind die 6,9 Prozent für die Kommunisten - Protestpotential hat halt auch Schleswig Holstein.

Das daraufhin die FDP heute nach Neuwahlen ruft, passt zum ewig nörgelnden, von wirren Forderungen begleiteten, Politikstil des Guido Westerwelle - Hoffnung gibt es da wohl nicht mehr.

Die Linke in Cottbus

Nachdem ihr Mann schon am Vortag die gelbe Karte gezeigt bekommen hatte, bekam Christa Müller am Sonntag die Rote. Den Ideen der familienpolitische Sprecherin der Linken im Saarland wurde ein Antrag entgegen gesetzt, in dem es unter anderem heißt: “Christa Müller vertritt uns nicht” - deutlicher kann man sich eine Abfuhr nicht einholen!

Kein schönes Wochenende für den roten Napoleon aus dem Saarland: 78,5 Prozent für den Vorsitzenden und ein “Tschüss Mutti!” für seine Frau.

Mehr zu den Themen:

  • Räikkönen reißt Sutil aus allen Träumen (RTL.de)
  • Räikkönen tut es leid (Sport 1)
  • Formel 1 2008 - Monaco Grand Prix - Das Ergebni (Sport1)
  • FDP fordert Neuwahlen im Bund (SPON)
  • Buhrufe für Christa Müller (spon)
  • Linke strafen Lafontaine ab (spon)
  • No responses yet

    Roland Koch: “Die sind mir doch scheiß egal!”

    So recht der Peter Struck hat, so verloren ist der Posten von Kanzlerin Angela Merkel. Herr Roland Koch (gerade als „schießwütiger Gewalttäter“ bezeichnet) hat das Fass aufgemacht und muss sich jetzt entsprechenden Gegenwind gefallen lassen. Wer beobachtet, mit welchem Enthusiasmus er sich in die „Ausländerdebatte“ geworfen hat, kann doch eigentlich zu keinem anderen Schluss kommen als Peter Struck.

    Wer es so liebt, den schwarzen Sheriff zu markieren, dem kann die Unterstellung, Gefallen an der Rolle gefunden und dankbar für die Vorlage zu sein, nicht wundern.

    Geradezu hilflos versucht die Kanzlerin den Kahn, auf den sie so voreilig aufgesprungen ist, auf Kurs zu halten, wird das von Roland Koch ausgegrabene Kriegsbeil doch von allen Seiten gerne aufgenommen. Um zu mehr Sachlichkeit aufzurufen, dafür ist es allerdings zu spät. Der Gegenwind bläßt von allen Seiten. Und den Fluss der Sachlichkeit, hat zuerst Roland Koch verlassen.

    Man kann sich mittlerweile dem Eindruck nicht mehr erwehren, das die bürgerliche Rechte die Einzigen sind, die noch nicht verstanden haben, das es nicht die Gesetze sind, die zu schwach sind.

    Aus allen betroffenen Organisationen wird die Position der „Christlich“ „Demokratischen“ Union angegriffen, ob es Richter, Polizeigewerkschaft oder Ausländerverbände sind. Von Pädagogen und Soziologen mal ganz abgesehen.

    Am „schlimmsten“ aber – und hier findet man die Bestätigung für die Position von Peter Struck – ist, das seine Realpolitik genau das Gegenteil von dem aufzeigt, was er so populistisch fordert. Die längsten Gerichtsverfahren, entlassene Richter und – zu allem Unglück – „Erziehungslager“ die Kuschelpädagogik praktizieren – mit Erfolg.

    Genau hier schließt sich der Kreis zu seinem freudig-erregten Populismus – seine Leistung im Land sind so unzufrieden stellend, das er mit diesen im Wahlkampf nicht Punkten kann. Da kommen die zwei Schläger gerade recht und fertig ist die Wahlkampagne. In den USA zettelt man gerne mal einen Krieg an, um die Wiederwahl zu sichern, in Deutschland prügelt man auf Ausländer ein, das hat schon immer geklappt.
    Wie ein Oppositionspolitiker poltert Roland Koch höchst Medienwirksam gegen ein System, das aber sein eigenes ist. Es bleibt zu hoffen, das die Wähler dies erkennen und diesen verbalen Brandstifter nicht noch eine dritte Amtszeit zubilligen. Denn die Wähler, die sind ihm doch Scheißegal – das wird jeder spätestens dann merken, wenn sie ihn gewählt haben. Er hatte doch schon acht Jahre, die Verhältnisse nach seinen wünschen zu verändern…

    Mehr zum Thema:

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    Mein Kiez: Bilkay Oeney

    Die Grünen-Politikerin Bilkay Oeney führt den Zuschauer durch ihr Kreuzberg.

    Sie beginnt beim Frieseur im Wrangelkietz, wandert durch den Görlitzer Park zum Paul-Linke-Ufer  nach Kreuzkölln - der südlichen Seite des Landwehrkanals, gegenüber vom Maibach-Ufer. Von Hier geht es wieder hoch zum Görlitzer Bahnhof. Die Reise endet am U-Bahnhof Schlesisches Tor, wo man Herrn Stöbele im Kato treffen kann. Sie selbst kauft ihre Torten in der Bäckerei Salut und trinkt einen Kaffee im Cafe Cream.

    Bitte iframes zulassen

    Links:

    kandidatenwatch.de: Bilkay Öney
    Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus - Berlin – Bilkay Öney

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