“Alles könnte auch anders sein, aber ich kann das nicht ändern.” - Niklas LuhmannPosts RSS Comments RSS

Archive for the Tag 'doping'

Lance Armstrong - Der George Bush des Radsports

“Das wohl dreisteste Comeback der Sportgeschichte” nannte es die sz. Lance Armstrong radelt wieder und mit ihm der Tross der Pressedackeln, die seiner PR-Kampange hinterhecheln.

Ob das Pharmawunder aus Texas heute sauber ist, ist gar nicht mehr wichtig. Seine Vergangenheit und sein Gebahren fahren heute noch mit. Einige lieben seine “Professionelle”(Doping?)-Einstellung, andere sehen in ihm das personifizierte Böse, das seelegnruhig die Ermittlungen im Fall Fuentes begrüßen kann. Zum einen darf er aufgrund seiner Erkrankung Medikamente nehmen, die andere nicht nehmen dürfen, zum anderen hat er seine eigenes Team von Wissenschaftlern, das ihn topfit hält.

Wenigstens hat es bei der ersten Zielankunft in Australien auch Buhrufe für Armstrong gegeben, wenigstens ein paar Zuschauer lassen sich vom George Bush des Radsports nicht blenden.

Merh zum Thema:

No responses yet

Mr. Doping is coming home

Zum Kotzen! Lance Armstorng will tatsächlich nochmal die Tour de France fahren. Die Galleonsfigur des verseuchten Radsports traut sich wieder auf die Straße und will nicht nur Australien, sondern auch gleich Italien (Giro d’Italia) und Frankreich (Tour de France) mit seinem medikamentengestehlten Körper beglücken. Das Aushängeschild der Pharmaindustrie fährt natürlich für den Astana-Rennstall, alles andere wäre ja auch völliger Blödsinn - um Jogi Löw zu zitieren.

Zum Glück haben sich ARD und ZDF aus der Berichterstattung zurückgezogen, jeder Pfennig GEZ-Gebühren für die Tour de France wäre im Moment Verschendung. Zunächst muss der Radpsort deutliche Zeichen setzen, eine Rückkehr von Lance Armstrong ist meiner Meinung genau das Gegenteil.

Gerne würde ich an dieser Stelle sagen, dass es mir um die ehrlichen Teilnehmer der Tour leid tut, gerne würde ich hier auch Namen nennen. Leider habe ich nach der wenig überzeugenden Aussage von Eric Zabel und der - für mich komplett unglaubwürdigen - von Jan Ullrich nicht das Gefühl, dass es davon wikrlich noch welche gibt, sorry.

Mehr zum Thema:

4 responses so far

Peking 2008 - vorbei?

Na was für ein Glück. Doch was ist geblieben? Monster, Medaillen, und keine Menschenrechte.

Die Wirtschaft geht mit prall gefüllten Brieftaschen nach Hause, China bleibt mit einem Schrank voller Goldmedaillien zu Hause und zwischen 1.5 Millionen und 6037 Chinesen haben ihr zu Hause verloren.

Monster

Des Weiteren bleiben zwei Testosteron geschwängerte Superathleten:

Micheal Phelps

Michael Phelps nach seinem zweiten Gold mit der Staffel

Usain Bolt

Usain Bolt domminiert das 100 Meter Finale

und sonst?

Medaillen

Ein Medaillenspiegel, wie er im Großen und Ganzen zu erwarten war, Doping, vor Doping vor Doping…

Finaler Medaillienspiegel Peking 2008

Deutschland steht mit weniger Gesamtmedaillen aufgrund der größeren Anzahl von Goldmedaillen einen Platz besser da, als nach Athen.
Die Presse, die ja so für den Kampf gegen Doping ist, beschwert sich über das schlechte Abschneiden der Deutschen in der Leitchtathletik und im Schwimmen. Den beiden Disziplinen, die ja bekanntlich über den Verdacht des Dopings erhaben sind.

Ein Zyniker mag jetzt einwerfen, dass schlechte Platzierungen kein Beweis für sauberen Sport sei. Jan Ullrich könnte vielleicht ein Beispiel sein, das sie hier anführen würden.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Menschrechte

Hoffnung hatten auch viele Menschen. Hoffnung, dass die Menschenrechte eine Chance bekämen, Hoffnung, auf ein kleines bißchen Demokratie, doch diese Hoffnung war schon gestorben, bevor Olympia begonnen hatte.

Einige Zustände haben sich sogar verschlimmert. Es hat ganze 14 Tage gedauert, bis Jacques Rogge endlich sein unvermögen und seine Hilflosigkeit gegenüber den chinesischen Polizeistaat zum Ausdruck brachte. Nicht das daran nach dem Debakel um den Kampf gegen die chinesische Pressezensur noch jemand gezweifelt hätte. Aber Einsicht ist ja vielleicht der erste Schritt zur Besserung.

In London wird man sich sicherlich viel stärker für die Menschenrechte einsetzen!

Und Tibet? Tibet ist egal, niemand kräht mehr nach Tibet.

Mehr zum Thema:

No responses yet

Peking 2008 - Das fängt ja gut an

Peking 2008 wie es leibt und lebt. Es sollen große Spiele werden und China als die Großmacht zelebrieren, die es schon immer sein wollte. Die Spiele als PR-Spektakel!
Dabei passen die ersten Nachrichten aus dem Reich der Mitte so wenig ins PR- und so gut ins Gesamtbild. Es wundert nicht wirklich, dass die Spiele noch nicht begonnen haben, sich aber jetzt schon die Negativberichte häufen.

  • Das Smogproblem ist immer noch nicht im Griff
  • Die Pressefreiheit wird eingeschränkt
  • IOC-Präsident Jaques Rogge rechnet mit Doping-Spielen

Das ist Olympischer Geist pur! Schneller, weiter, höher. Eigentlich wollte ich die Olympischen Spiele in Peking 2008 ja boykottieren, doch ich denke man sollte sie schauen, allein wegen der Nachrichten drum herum.

Doping, Radsport, Olympische Spiele?

Hat die Tour de France ein ruhiges Ende genommen und hinterließ den Eindruck, dass man wieder eine Sport und nicht eine Pharma-Berichterstattung verfolgt hat, so könnten sich in Peking wieder die Pharma-Konzerne in den Vordergrund drängen. Gab es eigentlich schon jemals vor beginn der Olympischen Spiele schon 3 Dopingfälle?

Wünschenswert wäre es ja, wenn die Spiele in Peking einen ähnlichen Stellenwert für den Sport insgesamt erlangen würden, wie die letztjährige Tour de France für den Radsport.

Die dramatisch wachsende Zahl an Dopingfällen führte zum Boykot der Sportberichterstattung der Tour im deutschen Fernsehen (okay, dem öffentlich Rechtlichen, aber die Pseudo-Sportberichterstattung in Sat 1 war ja nicht weiter relevant). Für die Tour führten sie zu ersten Schritten in eine saubere Richtung – vielleicht hin zu einem wirklichen sauberen Radsport (den wir allerdings dieses Jahr sicher noch nicht gesehen haben.) Der Weg ist das Ziel.

Imagedebakel für das IOC

Es wäre wünschenswert, dass Peking ein ähnliches Imagedebakel für das IOC und Jacques Rogge wird, wie die Tour 2007 für Christian Prudhomme. Debakel und vor allem Imagedebakel sind immer gut, denn sie wecken die selbstreinigenden (Markt-)Kräfte. Niemand wirb gerne mit Mogelpackungen – zumindest nicht, wenn jeder weiß, das es sich um Mogelpackungen handelt. Das mussten das Team Telekom und auch das Team Gerolsteiner schmerzhaft am eigenen Leib erfahren.
Wenn man die Augen vor der Schande nicht mehr verbergen kann, dann muss man Konsequenzen zeihen.

Vielleicht droht das den Olympischen Spielen nach Peking 2008 und China auf der Weltbühne nach der Olympiade im eigenen Land.
Erste Vorboten zeigen sich bereits, doch ob sie von nachhaltiger Wirkung sind, bleibt abzuwarten. Mit der Einschränkung der Pressefreiheit werden hier noch vor Beginn der Spiele die Vorurteile bestätigt, die ein Großteil der Welt China gegenüber schon immer hatte und so auch weiterhin haben wird.

Mehr zum Thema:

No responses yet

Riccardo Ricco - Kleiner Mann ganz gedopt

Irgendwie haben es ja alle gewusst, selbst der Jens Voigt. Heute morgen noch reagierte er im Deutschlandfunk völlig genervt, weil er wieder eine doofe Doping Frage beantworten musste. Heute mittag gibt es schon den nächsten Doping Fall und heute Abend muss Jens Voigt wohl die nächste doofe Dopingfrage beantworten.

Geantwortet hat auch der Teamsprecher Matxin Fernandez von Saunier Duval:

“Wir haben beschlossen, den Rennbetrieb einzustellen, bis wir herausgefunden haben, was passiert ist. Ricco ist nicht irgendein Fahrer, er ist ein Top-Fahrer” (ZDF.de Sport)

Vielleicht ist es manchmal besser das Reden ganz einzustellen - mit dem denken ist es ja eh nicht mehr so weit her. Das gibt bestimmt einen heiden Ärger im Team: wer hat über Nacht die Epoflasche offen stehen lassen? Der arme Ricardo Ricco kann doch dann die Finger nicht davon lassen.

Aber auch die anderen haben sich geäußert. Hans-Michael Holczer, der Chef vom Team Gerolsteiner ist geradezu beredsam in seiner Sprachlosigkeit. Schon gestern war ihm nichts mehr eingefallen, was er heute nochmals bekräftigte:

“Dazu fällt mir nichts mehr ein. Ich gehe jetzt davon aus, das Ricco nicht der letzte Dopingsünder ist. Man darf es ja kaum laut sagen, aber bei ihm hatten es viele erwartet” (ZDF.de Sport)

Und dabei ist viele noch eine Untertreibung. Ich freu mich schon darauf, meine Rubrik vom letzten Jahr wieder zu eröffnen: 10 kleine Dopingsündern.

Mehr zum Thema:


No responses yet

Deutsche Rechtssprechung - gute Rechtssprechung

Ich dachte ich trau meinen augen nicht. Aber SPON hats geschrieben, also muss es stimmen. Der Ulle, der hat ja eingelenkt und hat sich mit der Staatsanwaltschaft in Deutschland zusammen gesetzt.

Das hat was gebracht. Es empfiehlt sich den Absatz zweimal zu lesen und langsam auf der Zung zergehen zu lassen.

“Außerdem sei Ullrichs kriminelle Energie “als eher gering zu bewerten”, weil “Doping im Radsport im Tatzeitraum in starkem Maße verbreitet” gewesen sei, so dass die “Hemmschwelle zur Anwendung verbotener leistungssteigernder Mittel” sehr niedrig gewesen sei. ” (SPON)

Ist das knorke?

Jetzt verstehe ich auch, warum die ganzen Steuerhinterzieher vor gericht so glimpflich davon kommen. Es macht doch eh jeder! Da ist die kriminelle Energie auch nicht so groß.

Ich denke, wir dürfen jetzt abwarten, bis der erste Pastor sagt, Kinderschändung… mein Gott, das ist bei uns in der Kirche doch “in starkem Maße verbreitet”…

Mehr zum Thema:

Auf dieser Seite:

No responses yet

Radsport & Doping = Rudolf Scharping?

Oft zitiert und nie übertroffen. Herr Scharping bliebt seiner Linie treu:

LANGSAAM!

Es macht echt keinen Spaß mehr

Deshalb auch keine Links

No responses yet

Gedanken eines Deutschen

“Also da quäl ich mich Tag für Tag diese blöden Berge hoch und dann vergisst mein blöder Astana-Kapitän die Nadel im Arm… Wär ich doch bloß für Discovery oder Rabobank gefahren.
Und dann noch dieser Sonnenbrand auf der Nase…”

Klödi

Andreas Klöden mag den Wino jetzt gar nicht mehr gern haben.

No responses yet

Langweilig

Man ist das langweilig heute. In der Türkei sind immer noch die gleichen am Start.
Langweilig!
In den Pyrenäen siegt gedopt vor gedopt vor gedopt. Auch wenn das die Jungs von Sat1 lange Zeit etwas anders gesehen haben, da hieß es, “Eine Demonstration der Stärke”, wobei sie das ja auch aus dem Wortschatz der öffentlich Rechtlichen der letzten Jahre übernommen haben - wo ein Armstrong auch nie gedopt war.
Langweilig!
Die SPD schießt sich wieder selbst ins Knie und sorgt dafür, das sie binnen Jahresfrist noch unter 25% rutscht.
Langweilig!
Vielleicht bringen Jan Ullrichs Konten etwas mehr Stimmung in die Nachrichtenlandschaft. Wäre doch schön, wenn wir wieder Zeuge einer andächtigen Schweigeminute zwischen Jan und Beckmann werden dürften.

You need to a flashplayer enabled browser to view this YouTube video

Was ist so ein Hochgenuss deutscher Fernsehunterhaltung schon gegegen ein langweiliges Rennen am Nürburg-Ring. Wo innerhalb von knapp 2 Minuten sechs Autos aus der Kurve fliegen, ein genialer Hamilton seinen Motor aber laufen lässt und sich dreißt wie Schmitz-Katze einfach wieder zurück auf die Strecke chauffieren läst - großartig, sag ich.
Nur blöd das am Ende der kleine Spanier in der Mitte stand und Nick Heidfeld sich eher als Rambo a la jung-Schuhmacher zeigte, denn als großer Rennfahrer.

Naja, man kann halt nicht alles haben im Leben…

No responses yet