Heute so im Meeting
„Die Zielgruppen sind Mechaniker, Ingenieure, Elektrotechniker…“
„und Kunden!“
„… ehm… … ja… … Kunden auch…“
„Die Zielgruppen sind Mechaniker, Ingenieure, Elektrotechniker…“
„und Kunden!“
„… ehm… … ja… … Kunden auch…“
Woüber wir sprechen, wenn wir über persönliche Daten im Internet sprechen:
Mehr dazu in diesem Film
Network from Michael Rigley on Vimeo.
Das Bundeskanzleramt sieht keinen Anlass über „Hunger“ zu sprechen, das aktuelle Thema ist Schuldenkrise. Es wäre lustig, wenn es nicht so bitter wäre. Vom Geschäft mit den Nahrungsmitteln.
Eine Dokumentation, die in das Innenleben einer hochtalentierten Fondsmanagerin des größten ETF auf Nahrungsmittel und in das Fleisch unserer Zivilisation blickt.
Der Kapitän der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft der WM 1982 ist heute im Alter von 57 Jahren gestorben. In Erinnerung an diesen genialen Fussballer hier ein paar Videos.
Brasil 1982 – The 11 Greatest Goals
World Cup best Goals: Socrates – 1982
Argentina – Brazil 1982 World Cup
Das Tacheles ist die hässliche, nach urinstinkende, verkommene Ruine am Ende der Oranienburgerstraße am Oranienburger Tor in Berlin Mitte. Künstler und solche die sich dafür halten, und sei es auch nur im Leben, haben vor grauer Vorzeit Besitz von dieser Baracke ergriffen um Raum für Kinos, Kneipen und Ausstellungsräume zu bekommen, da es von diesen in Berlin bis dato noch nicht genug gab.
Im Hinterhof haben sie einen großen Sandkasten, aus Sand den sie wahrscheinlich in den Kindergärten in Prenzelberg und Charlottenburg geklaut haben, zusammengetragen, Bierbuden eröffnet und das Hefeweizen zum solidarischen Selbstkostenpreis von 3,50 Euro vertickt.
Wasser brauchte man in der Baracke nicht und auf den Toiletten wurde die Urinspühlung als moderne Kunst verkauft, was auch den Vorteil hatte, das so der Gestank der eingedieselten Südeuropa-Touristen überdekt wurde. Von denen, die sich vom Besuch des Tacheles trotzdem nicht abhalten ließen, nahm man einen Euro antikapitalistischen Solidarbeitrag – irgendwoher musste das Geld für die Spraydosen ja kommen.
Ende März 2011 hat dann die Gastrofraktion des Tacheles auf die Zahlung der ausstehenden Miete der letzten 10 Jahre verzichtet und zum Dank dafür 1.000.000,00 Euro erhalten – als Schmerzensgeld sozusagen.
Jetzt errichtet der Insolvenzverwalter einen kleinen anti-imperialistischen Schutzwall gegen die Künstler, um das ruinöse Wertheimgebäude – ja, beim Tacheles handelt es sich um die Überreste eines alten Wertheimkaufhaus, weswegen das Gebäude unter Denkmalschutz steht – vor weiterer Kreativität und Graffiti-Spachtelmasse zu schützen.
Blöd finde ich nur, dass die jetzt damit anfangen müssen, wo der Sommer kommt. Ich habe nämlich sehr gerne im Zapata-Garten gesessen und ein zwei Biere getrunken, den unfähigen Kleinkunstmusikanten zugehört und die Touristenschläußer bei ihrem Tagewerk beobachtet. Abends konnte man hoch in den vierten Stock, wo in der Bar überraschend befähigte DJs chilligen Sound auflegten und man eine großartige Sicht über Berlin hatte.
Tacheles, ick werd dir wohl famissen, wah!
Herr Habermas hat wiedermal die Bühne betreten und wortgewaltig vor sich hin schwadronierend, das Gute verteidigt und das Böse gebrandmarkt, um „die Würde der Demokratie zu retten.“
Den Versuch, die Schuld bei den Geldverleihern und nicht bei denen die das Geld leihen zu suchen, hat es in der Geschichte schon öfters gegeben Herr Habermas, und auch politisches Missmanagement muss immer noch – zumindest in Europa – vom Bürger durch regelmäßige Akklamation bestätigt werden.
Wenn „die Bürger“ sich durch Desinteresse und voyeuristischem Vergnügen an bäuerlichen Balzritualen selbst entmündigen, kann man hierfür wohl kaum ein anderes System als das eigene Psychische verantwortlich machen. Oder anders ausgedrückt, frei nach Herrn Luhmann, „Herr Habermas, sie sind malwieder unterkomplex!“
Vielleicht sollten wir lieber darüber nachdenken die Würde der Gesellschaftswissenschaften zu retten, bevor „wir“ uns dem politischen oder wirtschaftlichen System zuwenden.
Herr Habermas kann dann ganz Gutmensch und frei von jedem wirtschaftlichem Interesse seine Suhrkamp-Essays in der Bild-Zeitung bewerben.
Ab dem 18. Jahrhundert allerdings kippte dieser über viele Jahrhunderte stabile Glaube an die ewig gottgegebene, hierarchische und in sich perfekte Ordnung: »Das starre Gerüst der Schöpfung wurde durch die Fortschrittsidee […] in Bewegung gesetzt« und die moderne Gesellschaft fand sich fortan »in einer Schwebelage zwischen nicht mehr und noch nicht« (133). Anders formuliert: Die Gegenwart erscheint nunmehr als eine flüchtige Unterscheidung zwischen Vergangenheit (Identität) und Zukunft (Kontingenz).
Die sogenannte „#occupy“-Bewegung protestiert weltweit gegen gesellschaftlich „nicht länger tragbare Zustände“: zu Beginn als spanische Protestbewegung gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit im Land, über New Yorks investmentkritische „#occupywallstreet“-Bewegung bis hin zu der weltweiten diffusen #occupyanything-Kapitalismuskritik vom letzten Wochenende mit gewaltsamen Ausschreitungen in Rom.
Auf der einen Seite protestiert man gegen die gefühlt undemokratische Dominanz eines von außen „nicht mehr“ steuerbaren Teilsystems der Gesellschaft, dem „man“ scheinbar hilflos (#blinder Fleck?) gegenübersteht.
Auf der anderen Seite – als Symbol und Manifestation dieser „Hilflosigkeit“ – „die Politiker“, die diese Bewegung sogleich – instinktsicher wie ein Lemming – mit dem ihnen eigenen programmlosen mediensicheren Aktionismus dankbar umarmen.
In einem scheinen sich alle einig: etwas muss sich ändern. Bei dem, was dieses „etwas“ sein soll, scheiden sich die Geister bereits wieder und die Forderungen reichen von ‚der Kapitalismus oder die Banken müssen weg‘ über ‚ich will ordentlich bezahlt werden‘ bis hin zu ‚ich will einen Job‘.
Einig ist man sich auch dabei, wer den Karren aus dem Dreck ziehen soll, nämlich die Politiker – die können ja bekanntlich mit Geld am besten umgehen. Und man selber kann wieder in Ruhe beim nächsten Schweizurlaub den Pilatus besteigen.
Klar dürfte sein, wer am Ende die Zeche zahlt: nämlich alle. Klar ist auch, wer am Ende die Gewinne einfährt: „die Märkte“. Und das Spiel geht wieder von vorne los.
Das System lässt sich nicht überlisten. Es passt sich an oder geht zugrunde. Aber kein System ist so anpassungsfähig wie der Geld und Kapitalmarkt, dafür sorgt schon der Mensch.