Social Media – Cocktail Party und Discobesuche

Kategorien: Artikel, Digitale Kommunikation

Im Dezember 2008 hat Seth Godin auf einer Social Media Konferenz zwei schöne Statemens über grundlegendes Social Media Verhalten ab. Beide Statements ergänzen die Cocktail- und die Discoregel, die ich im Folgenden ausführen möchte.

Cocktail Party Regel

Die Cocktailregel habe ich von Socialmediatoday, wo Drew McLellan schrieb:

Imagine we meet at a cocktail party and strike up an initial conversation. As soon as we introduce ourselves, I begin talking. And talking. And talking. The topic? Me. And then a little bit more about me. For some variety, I then tell you some great stories….starring me. You’d be running for cover in about 5 minutes, wouldn’t you? No matter how fascinating I am. (The cocktail party rule of social media)

Eine einfache, einprägsame Regel, doch leider laufen „da draußen“ im Web 2.0 sehr viele Gäste herum, die nichts spanenderes zu erzählen haben, als über sich selbst. Das Problem: Es geht bei Social Media nicht darum, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern mit Menschen in Kontakt zu treten, sich auszutauschen, zu interagieren.

Wenn das verstanden wird, dann wir Social Media auch spannender.

Seth Godin hat dies schon letzten Winter swehr schön beschrieben: „No One Cares About You“

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Discobesuche*

Einez weite Regel ist die des Discobesuchs, bzw. der Unterschied zwischen einem Discobesuch und einem guten Essen mit Freunden. Zwei soziale Events. Einmal treffe ich mich mit hunderten von Gleichgesinnten („Followern“) tanze, trinke, erhasche hier einen Blick, dort vielleicht einen Gesprächsfetzen. Aber gehaltvolle Unterhaltung greift mandoch nur sehr selten auf.
Eventuell mit seinen Freunden, mit denen man in die Disco geht. Doch auch die verteilen sich in der Menge, einige tanzen, andere trinken, eine Kommunikation kommt nur bruchstückhaft zustande.

Beim Essen gehen ist das etwas anderes. Man sucht ein passendes Restaurant aus, trifft sich mit ein paar Freunden und sitzt in vertrauter Runde. Manchmal bringen Freunde noch andere Freunde mit. Ein Gespräch entsteht, manchmal auch mehrere Gespräche, doch der Austausch findet sich immer wieder an dem Tisch, an dem man sitzt.

Spaß machen sicherlich beide Abende, doch tiefgreifende Gespräche gibt es sicherlich beim Essen, oder?

So sehe ich auch die Sache mit dem Followen und gefolgt werden bei Twitter oder den Freunden bei Facebook. Wie will ich 500 Tweeple aufmerksam folgen, geschweige denn 5.000, das ist die Disco. Ebenso verhält es sich doch auch bei Facebook, wer hat denn wirklich noch alle 100-200 Freunde in seiner Timeline. Ohne „Verbergen“ würden doch die Hälfte der „Freunde“ nach einer Woche wieder rausfliegen.

Und auch hier hatte Seth Godin was kluges zu zu sagen, vor allem, was die meistbenutzte Funktion bei Facebook angeht…

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*Das Beispiel „Discobesuche“ habe ich von einer guten Freundin

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