Wenn gute Nachrichten zum Problem werden können

Eigentlich kann es einen ja nur freuen, wenn die braune Brut malwieder dokumentiert, wie dumm und unfähig sie zum großen Teil sind. Die drohende Zahlungsunfähigkeit der NPD klingt zunächst wie ein großes Glück, wo doch das erhoffte Pareitverbotsverfahren in weite Ferne gerückt zu sein scheint.

Doch so eine Medaillie hat immer zwei Seiten, wie Robin Alexander in der Welt:

Es ist gut, dass es die NPD gibt. Denn sie ist die ineffektivste, dümmste und gestrigste rechtsradikale Partei Europas… Die Partei konnte sich nur in den ödesten Gebieten Ostdeutschlands festsetzen, wo nach zwei Diktaturen der gesellschaftliche und wirtschaftliche Niedergang weiterging und von Bürgerlichkeit oder – wem der Terminus lieber ist – Zivilgesellschaft nichts mehr übrig ist. (Die Welt)

Man darf sich fragen, ob diese Herangehensweise vielleicht etwas zu kurz gedacht ist, doch wenn man sich das Bild anschaut, das die NPD in den letzten Monaten abgibt, scheint es zu stimmen. Vielleicht haben wir das „Glück“, das andere Populisten, der NPD die „breite Masse“ abspänstig machen.

Rechts außen liegt auch hier ein so großes, unerschlossenes Reservoir, dass es mit Jürgen Möllemann und Oskar Lafontaine auch Demokraten in Versuchung führt, deren Instinkt größer ist als ihr Verantwortungsgefühl. (Die Welt)

Nichts desto trotz werden die Schlägertrupps der braunen Brut immer mutiger, der Fall Alois Mannichl ist noch immer nicht aufgeklärt und selbst aus Schweden wandern die Vandalen ein.

Man sollte deshalb vor allem eines nicht tun, sie unterschätzen.

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